Spendenübergabe und Interview mit der Grundschule Hoisbüttel

Die Schüler/innen der Grundschule Hoisbüttel geben seit kurzem eine Schülerzeitung heraus, die sie verkaufen. Der Erlös soll jeweils einer gemeinnützigen Einrichtung zugutekommen. Diesmal haben sie sich für unser Tierheim entschieden. Da aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen wir natürlich nicht alle beteiligten Schüler einladen konnten, waren nur die „Redaktionsmitglieder“ Viyona, Max und Lewin zur Übergabe des Verkaufserlöses in Höhe von 77,00 € sowie einiger Sachspenden und zum Interview unsere Gäste. Nachstehend einige Auszüge aus dem Interview, das in der nächsten Schülerzeitung erscheint. Herzlichen Dank meinen Interview-Partnern für die professionelle Vorbereitung.

Hallo Frau Ehlers,

wie viele verschiedene Tiere sind gerade bei Ihnen im Tierheim?

Das ist ja eine tolle Frage, vor allem, da ich darauf vorbereitet bin. Wir haben im Moment sehr viele Katzen. Das kommt daher, dass wir aus einem Haushalt kürzlich 26 auf einmal bekommen haben. Das ist natürlich nicht artgerecht, 26 Katzen in einer 1-Zimmer-Wohnung zu halten; und deshalb mussten die auch abgegeben werden. Die werden jetzt nach und nach vermittelt. Weiterhin haben wir 8 Hunde, wobei da das Problem ist, sie sind überwiegend älter, krank und dass sie daher ganz schwer zu vermitteln sind. Dann haben wir noch 4 Meerschweinchen, die aus einem Haushalt gekommen sind. Die Dame ist krank geworden und konnte sie nicht mehr halten. Und das ist ja schön, dass sie sie gemeinsam abgegeben hat und wir sie auch gemeinsam vermitteln wollen. Und 3 Vögel, davon 2 Nymphensittiche. Kennt ihr Nymphensittiche? Nein? Fast wie Papageien, nicht ganz so groß, aber so in der Art, und einen Wellensittich, der entflogen ist und den keiner zurückhaben will.
Ja, das sind zur Zeit unsere Tiere,

Wie lange bleibt ein Tier durchschnittlich bei Ihnen?


Das ist auch immer eine gute Frage. Aber das ist ganz schwer zu sagen. Das ist so: wenn wir zum Beispiel Katzen bekommen, so wie jetzt aus einem Haushalt, da waren auch Welpen dabei, also ganz kleine Katzen, die gehen natürlich sehr gut zu vermitteln. Das ist klar. Aber andere sind teilweise Jahre bei uns. Wenn man den Durchschnitt ausrechnen würde, dann kommt vielleicht ein Jahr raus oder so, aber das verfälscht das Bild. Wir wollen ja vermitteln und ich sage immer wieder: Wir sind ein Tierheim und kein Altersheim, aber mit diesen großen Hunden, den alten und kranken, das ist natürlich schwierig.

Welche Tiere finden nur schwer ein neues Zuhause?


Ja, das war eben schon fast die Antwort. Die Hunde, weil sie eben nicht so einfach sind mit ihren Problemen. Und da finden wir einfach schwer ein neues Zuhause. Wir hatten zum Beispiel mal Kangals. Kennt ihr Kangals? Das sind so große türkische Herdenschutzhunde und die kann man hier ja überhaupt gar nicht vermitteln. Die brauchen sehr viel Auslauf. Und man braucht Kraft, wenn man einen Kangal beim Spazierengehen halten will.

Wie viele Kosten verursacht zum Beispiel ein Hund im Monat?


Das ist auch sehr unterschiedlich. Das kommt auf die Größe an. So von 50 Euro bis 100 Euro, dann kommen noch die Tierarztkosten dazu, die umgelegt werden, also das ist sehr unterschiedlich. Wir haben
hier sehr viele Tierarztkosten.

Was kostet es, wenn ich mir einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim holen möchte?


„Eine Katze kostet 90 Euro. Die ist dann kastriert, geimpft, gechipt, was man alles so braucht für eine Katze. Beim Hund kommt es auf das Alter an. Wenn er jung ist, teilweise sind das ja auch Rassehunde, die
kosten dann auch so 300 Euro. Die Hunde, die schon etwas älter sind, vielleicht so 100 Euro. Aber wenn du zu einem Züchter gehst, dann kannst du direkt ein paar tausend Euro ausgeben für einen Hund.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten hier?

Vier Tierpflegerinnen haben wir. Und zwar zwei hier für den Bereich der Hunde und zwei hinten für die Katzen und Kleintiere. Vier hört sich vielleicht viel an. Aber wir müssen ja auch am Wochenende da sein, Sonnabend und Sonntag, die Tiere müssen ja verpflegt werden. Dann haben wir sehr viele Ehrenamtliche. Die kommen dann an einem Tag in der Woche, putzen hier, machen sauber und müssen natürlich vorsichtig sein, wenn sie in die Zwinger reingehen, weil die Tiere sie ja nicht so genau kennen. Also da haben wir auch so einige, die uns helfen.

Wenn man nun kein Geld spenden möchte, welche Spenden sind noch willkommen?


Willkommen sind auch immer Futterspenden. Da wurde ich vorhin auch gefragt, welches Futter denn. Das ist völlig egal. Wir haben ja die verschiedensten Tiere. Zum Beispiel bei Katzen ist es so, dass die sehr oft Nierenkrankheiten haben, wenn die älter werden. Das ist leider so. Und wenn wir dann Nierenspezialfutter bekommen, ist das ganz toll. Also wie gesagt, das kann ganz unterschiedliches Futter sein, das hilft uns sehr.

Vielen Dank für das Interview.


Oh bitte gerne.

Monika Ehlers

13.04.2022